
Das "Deutsche Eck" in Koblenz, Deutschland 2010
Nach kleineren Verzögerungen will ich Euch nun nicht länger auf die Folter spannen und hier nach Teil 1 und Teil 1a meines Testberichtes zur Olympus PEN E-PL1 nun endlich den versprochenen 2. Teil folgen lassen. Inzwischen gibt es auch an anderer Stelle auf Englisch ein kompetentes ausführliches Review bei dpreview.com, mit dem ich jedoch nicht uneingeschränkt übereinstimme. Es folgen also nun meine persönlichen Kritikpunkte an der PL1.
Teil 2: A few bad things about the Olympus PEN E-PL1
oder: Irgendwas zu meckern gibt es doch immer!
Das für mich wichtigste zuerst: Der Autofokus der PL1 könnte wirklich noch schneller werden. Zwar hat das Firmware-Update schon einiges gebracht, aber natürlich kann die PL1 mit ihrem Kontrast-AF immer noch nicht mit den herkömmlichen DSLR-Kameras mithalten, die sich eines Phasen-AF bedienen. Immerhin ist der AF schnell genug, um mit etwas Übung auch Fotos von Haustieren und kleinen Kindern zu machen, aber manchmal wünsche ich mir in solchen Situationen noch einen Tick mehr Geschwindigkeit. Und auch ein AF-Hilfslicht, wie es die Panasonic GF1 besitzt, könnte nicht schaden, allerdings vermisse ich das kaum, wenn ich mit dem lichtstarken Panasonic Pancake 20mm/F1.7 arbeite.
Ein weiterer Wunsch für die nächste PEN wäre ein Klappdisplay, wie es z.B. bei den neuen FT-Modellen von Olympus E-30 und E-620 Standard ist. Ich frage mich sowieso, warum nicht jeder Hersteller dieses Feature schon lange im Programm hat! Ich möchte ungern darauf verzichten, auch wenn der Monitor der PL1 an sich gut genug ist. Aber wenn wir schon einmal beim Design sind, dann müssen wir natürlich schon feststellen, dass die PL1 nicht den Spitzenplatz im Punkt "Design" einnimmt. Dazu wirkt sie einfach ein bisschen zu klobig, wie man auf den Abbildungen in den ersten Teilen meines Tests sehen kann. Besonders das nebenstehende Bild zeigt die am wenigsten gelungene Seite der PL1, nämlich die Rückfront. Der vorspringende Rahmen um den Monitor herum sprüht nicht gerade vor Eleganz und wäre auch so gar nicht nötig, wenn man den Bildschirm einfach etwas größer sein ließe. Aber dies würde natürlich wieder zu höherem Stromverbrauch führen und zusätzlich die Kamera eher verteuern. Da gebe ich mich persönlich im Zweifelsfall mit der vorliegenden Variante der PL1 zufrieden, denn meine Kamera soll ja schließlich gute Fotos machen und einwandfrei funktionieren, und nicht einen Designpreis gewinnen oder in der Vitrine gut aussehen. Dennoch meckere ich nochmal am Aussehen herum: Für meinen Geschmack hätte die Kamera gerne komplett schwarz sein können, die silbern abgesetzten Rahmenteile oben/unten/links/rechts sprechen mich nicht so sehr an.Wie sieht es mit wichtigeren Dingen aus, z.B. mit der Handhabung? Das Fehlen von Einstellrädern hatte ich ja bereits im Teil 1 meines Test erwähnt und ihm sogar etwas positives abgewonnen, da sich Einstellräder auch leicht einmal unbeabsichtigt bedienen lassen und so durch eine Fehleinstellung zu misslungenen Fotos führen können. Dennoch dürfte vielen Fotografen die Änderung von Blende und Verschlusszeit über ein solches kleines Rad leichter von der Hand gehen als über die Tasten. Olympus sollte sich hier nicht irgendwelcher Marketing-Schachzüge bedienen, nur um eine vermeintlich nötige Trennung von "Oberklassen-PENs" und "Einsteiger-PENs" vorzunehmen.
Eine andere kleine Design-Macke habe ich beim Entnehmen der SD-Speicherkarte gefunden. Da sich nämlich der Deckel des Fachs für SD-Karte und Akku nicht weit genug (bzw. in die falsche Richtung) öffnet, gestaltet sich das Herausnehmen der Karte aus der PL1 unnötig fummelig. Dies könnte Olympus bei den nächsten Kamera-Modellen leicht ändern. Ich arbeite allerdings mit 8-GB-Karten, die ich nicht so häufig wechseln muss, da sie weit über 400 RAW-Bilder fassen können, weshalb ich dieses Problem nicht als so tragisch ansehe.
Kommen wir nun zum Filmmodus, der zwar für mich eher eine nette Zugabe darstellt, der aber trotzdem Teil des Gesamtpakets ist und als solcher durchaus Beachtung verdient. Es macht ja schon Spaß, ab und zu ein kleines Movie zu drehen. Leider kann die PL1 jedoch wie sehr viele Kameras keine Filme mit dem in Deutschland üblichen 25 fps ("frames per second" = "Bilder pro Sekunde") aufnehmen, sondern nur in 30 fps. Wenn man also die Filme auf eine DVD im europäischen PAL-Standard bringen möchte, muss man die Bildrate konvertieren, was meist zu unschönen Rucklern führt. Außerdem wirken die Filme aus der PL1 ein wenig "schmierig", d.h. die einzelnen Bilder des Films verschmieren etwas ineinander, was besonders bei Kameraschwenks zu sehen ist. Manche Menschen bezeichnen dies als den "Soap-Effekt", da man ihn auch in den vorabendlichen Fernseh-Seifenopern erkennen kann (auch wenn er von vielen gar nicht wahrgenommen bzw. nicht als störend empfungen wird). Und zu guter Letzt führt die Neufokussierung innerhalb einer Filmaufnahme (Antippen des Foto-Auslösers im Modus S-AF) dazu, dass häufig ein kurzer Ruckler im Film erscheint, wenn dann nach kurzer Zeit der neue Fokuspunkt gefunden wurde. Man sieht also, der Filmmodus ist eine nette Zugabe, und ich nutze ihn gerne, er macht mir sehr viel Spaß, aber für "ernsthafte" Aufnahmen ist er kaum zu gebrauchen. Die PL1 ist weit davon entfernt, den Camcorder zu ersetzen... Aber trotzdem könnte Olympus bei den von mir aufgezählten Kritikpunkten relativ leicht nachbessern, vielleicht sogar durch eine neue Firmware? Aber seien wir realistisch, dies wird wohl so schnell nicht geschehen.
Einige von Euch haben sich vielleicht schon gefragt, was das Eingangsbild zum Post mit dem Thema zu tun hat. Ein weiteres Foto aus der PL1, schön und gut, aber ist das jetzt besonders gut oder besonders schlecht oder warum steht das hier? Ganz einfach, es zeigt einen Bildfehler, wie er eben manchmal bei sehr gut auflösenden Kamera-Objektiv-Kombinationen vorkommt: Moiré-Verfärbungen. Die genaue Erklärung dazu könnt Ihr bei Wikipedia nachlesen. Die gelb-blau schimmernden Teile der vorderen Treppe und auch die senkrechten Streifen der hinteren Treppen im nebenstehenden Bildausschnitt sind solche Moiré-Muster. Sie entstehen sehr sehr selten an regelmäßigen Strukturen im Foto, aber auch nur, wenn der Anti-Aliasing-Filter vor dem Chip der Kamera sehr dünn ist (wie bei der PL1) und gleichzeitig ein so gnadenlos scharfes Objektiv wie das Pansonic Pancake 20mm/F1.7 bei optimaler Blende (hier F4.0) eingesetzt wird. Ich hatte bis jetzt seitdem ich die PL1 besitze bei insgesamt weit über 1000 Fotos exakt dieses eine, das den Moiré-Effekt zeigt! Es handelt sich also nicht um ein großes Problem, eher im Gegenteil: Dieser Effekt zeigt, wie hoch die PL1 auflösen kann und zu welcher Bildschärfe sie fähig ist. Im Vergleich zu den ersten PEN E-P1 und E-P2 wurde von Olympus der Anti-Aliasing-Filter bei der E-PL1 offensichtlich noch dünner gemacht. Damit ist die PL1 so gut, dass sie dieses kleine Moiré-Problem sogar mit der über 5000,- Euro teuren Leica M9 gemeinsam hat! Ein ähnliches Phänomen zeigt nämlich auch Michael Reichmann in seinem Review der Leica M9 (Bildbeispiel ungefähr in der Mitte der Seite). Ich liebe übrigens die außerordentliche Schärfe und Detailzeichnung der PL1 und nehme dafür gerne alle tausend Fotos mal ein einziges in Kauf, das irgendwo Moirés zeigt! Diese Farbveränderungen lassen sich recht leicht durch eine selektive Entsättigung in einem Bildbearbeitungsprogramm entfernen... Wohingegen künstlich per Computer nachträglich erzeugte Schärfe bei Fotos schnell Artefakte erzeugt und unnatürlich wirkt. Auch wenn ich also hier Moiré-Muster als Kritikpunkt aufführe, sollte man dies nicht überbewerten, sondern Olympus eher dafür loben, dass sie dieses zusätzliche Quentchen Schärfe zulassen. Wem das nicht gefällt, kann sich einfach die PEN E-P1 oder E-P2 kaufen, die haben noch den dickeren Anti-Aliasing-Filter.Was mich noch eher genervt hat, sind die Software-Programme, die der Olympus PEN E-PL1 beiliegen, da diese bei mir zunächst die Kamera nicht erkannt haben, als ich testen wollte, ob es nicht vielleicht ein Firmware-Update gibt. Ich habe dann stattdessen den "Olympus Digital Camera Updater" verwendet, den man über diese Olympus-Seite findet. Aber selbst dieser lief nicht auf jedem meiner Computer reibungslos durch. Ich habe auch in Internetforen Fragen von Benutzern gesehen, die Probleme mit dem Update hatten. Dies halte ich in der heutigen Zeit für unnötig, da sollte Olympus dringend nachbessern.
Zum Schluss möchte ich noch einige kleinere Wünsche an Olympus äußern (auch wenn von denen wahrscheinlich niemand diesen Test hier liest, aber egal). Erstens hätte ich gerne in der perfekten Kamera einen leiseren Verschluss, das sollte heute locker möglich sein. Nicht, dass das Auslösegeräusch bei der PL1 besonders laut wäre, nein, es ist ähnlich laut wie bei einer kleinen DSLR, wenn auch natürlich das typische Spiegelklappern fehlt. Aber gerade deshalb sollte es doch gehen, eine spiegellose Kamera zu bauen, die möglichst unhörbar ist, denn dann könnte man noch unauffälliger fotografieren und noch weniger stören, was z.B. bei Hochzeiten oder ähnlichen Anlässen sehr wichtig wäre. Zweitens wünsche ich mir eine detailliertere Akku-Laufzeitanzeige, die mir genauer angibt, wieviele Fotos ich wohl noch machen kann bzw. wieviel Prozent an Ladung der Akku noch hat. Viele neuere Kameras zeigen, das es besser geht, und die Drei-Striche-Anzeige der PL1 ist da einfach nicht mehr zeitgemäß. Drittens wäre es natürlich toll, wenn auch diese kleine Kamera per Infrarotfernbedienung fernsteuerbar wäre, aber da schießt mal wieder die Olympus-Produktpolitik quer, die dieses Feature nur teureren Modellen vorbehält.
So, das war jetzt aber wirklich Meckern auf hohem Niveau. Vielleicht bringt Olympus ja demnächst noch ein PEN-Modell, das die Vorteile der PL1 enthält und zusätzlich einige meiner Kritikpunkte ausmerzt. Dafür wäre ich auch bereit, noch etwas tiefer in die Tasche zu greifen, wobei ich meine Schmerzgrenze bei ca. 600 Euro sehe. Aber das ist Zukunftsmusik, und bis dahin bin ich trotz der Meckerei sehr zufrieden mit meiner PEN E-PL1... Das ist das ärgerliche bei den Kameraherstellern: Sie wissen ganz genau, dass sie weniger neue Kameras verkaufen, je besser sie die aktuellen Modelle machen - sie lassen lieber noch Verbesserungen übrig, die zwar jetzt schon lange möglich wären, aber dann erst später eingebaut werden, damit wir wieder einen Grund haben, eine neue Kamera zu kaufen. Und was machen wir Technik-Freaks? Wir kaufen sie ja dann doch immer wieder...!
Vergesst nicht: Geht raus, macht Fotos und habt Spaß mit der Kamera. Verschwendet nicht so viel Zeit mit den technischen Details der Kamera, das habe ich ja jetzt hier für Euch gemacht. Und im letzten Teil meines Tests werde ich nur noch kurz auf einen direkten Vergleich zwischen Olympus PEN E-PL1 und Panasonic GF1 eingehen, weil dies sicherlich auch einige von Euch interessiert.
Schreibt mir Eure Meinungen zur Olympus E-PL1 und zu meinen Kritikpunkten in die Kommentare, Eure Ansicht interssiert mich. Und wenn Ihr Fragen habt, könnt Ihr sie auch gerne stellen.
Don't care too much about all the cons and complains that dpreview has about the PEN E-PL1. And don't care too much about my negative thoughts about the PL1 either! Have fun with this nice little camera and always remember: Take photos. Keep it simple. Tell the truth.
wurde das moiree beispiel mit lightroom entwickelt, oder ist das ein ooc-jpeg? üblicherweise kommt die interne jpeg-engine sehr gut mit moiree zurecht, ich hab bisher noch kaum probleme gesehen. hingegen sind die demosaicing-algorithmen von lightroom nicht ganz darauf optimiert und lösen erstens nicht ganz so fein auf wie die jpegs, ausserdem neigen sie eben zu moiree. habe diesbezüglich bereits einige klagemails mit adobe hinter mir, die G1, GH1 und GF1 zeigen das problem nämlich genauso, wobei man hier voll auf die raws angewiesen ist, weil panasonic-jpegs einfach nichts taugen.
ReplyDeleteHallo, anonymer Kommentator,
ReplyDeleteja das Beispiel wurde mit Lightroom entwickelt, aber auch beim Entwickeln aus Olympus Master zeigt sich das Moiré, nur nicht ganz so ausgeprägt wie bei Lightroom. Da ich immer in RAW fotografiere, kann ich kein ooc-jpg zeigen, und leider komme ich nicht so eben mal wieder nach Koblenz, um die Situation nachzustellen.
Übrigens hatte ich bei meinen GF1-Fotos niemals Moirés, aber das will ja nichts heißen, denn sie treten nun mal äußerst selten auf. Danke für die Information, dass die von Dir genannten Panasonic-Kameras auch manchmal den Moiré-Effekt zeigen!
Dennoch halte ich es aus meiner persönlichen Praxis nicht für ein so dramatisches Problem. Bei welcher Art von Fotos tritt das denn bei Dir auf? Und wie häufig hattest Du bisher Moirés?
Beste Grüße
Leo
bin leider bei keinem blog angemeldet, aus dem grund "anonym".
ReplyDeletedas moiree problem mit lightroom hab ich schon früher entdeckt. adobe scheint die algorithmen für die bisherigen mFT kameras (die alle ja mehr oder weniger den selben sensor haben ausser GH1) optimiert zu haben, um andere artefakte zu unterdrücken. die EPL1 mit normalem AHD demosaicing macht ziemlich unschöne labyrinthe im rauschmuster.
leider scheint durch die optimierung eine art detailverlust und gleichzeitig moireetendenz entstanden zu sein. ich habe damals die alte lightroom 3 beta mit der neuen beta verglichen, und habe festgestellt, dass die neue beta nicht mehr ganz so scharf ist, dafür eben bei details nahe nyquist zur extremen moireebildung neigt. hier ein beispiel, links die alte, rechts die neue beta:
http://img535.imageshack.us/img535/8505/lr3blr3b2.jpg
meistens hat man moiree probleme sowieso nur bei künstlichen linearen strukturen. wenn, dann treten sie eher im architekturbereich auf, ein bekanntes beispiel sind auch netzstrümpfe, wobei ich diese eher seltener fotografiere ;)
hier übrigens auch ein beispiel aus der EPL1, die m.e. einen sogar noch dünneren AA-filter als die panasonics hat:
http://img80.imageshack.us/img80/2245/moireejpegraw.jpg
das jpeg links sieht eigentlich ok aus, olympus unterdrückt farbmoiree ganz gut, das restliche moiree lässt sich einfach nicht vermeiden, das würde auch ein foveon-sensor zeigen. mir ist jedoch eine textur lieber, als eine graue fläche muss ich ehrlich sagen. rechts hingegen ist die konvertierung aus dem neuen lightroom beta und es sieht schlimm aus.
bin mir nicht sicher ob adobe das noch in den griff bekommt. übrigens kommt DXO besser mit dem problem zurecht. ich habe einige meiner GH1 raws damit probiert und farb-moiree war da kaum ein problem, dafür gibt DXO regelmäßige texturen nicht so gut wieder wie das neue lightroom.
ich werde auf jeden fall versuchen weiterhin zu dem problem bei adobe zu urgieren.
grüsse, olaf
Hallo, Olaf,
ReplyDeletedanke für Deine tollen Bildbeispiele! Ich benutze Lightroom 2.7 und habe damit das Bild erzeugt, das in meinem Test zu sehen ist. Ich finde auch, dass die PL1 einen dünneren Anti-Aliasing-Filter hat als die GF1!
Ich hatte wie gesagt erst dieses eine Bildbeispiel mit Moiré, darum mache ich mir jetzt nicht so große Sorgen darum. Aber ich kann gut verstehen, dass das vielleicht für Leute, die viel Architektur bzw. Stadtansichten fotografieren, ein Problem werden kann. Darum habe ich es ja auch in meinem Test aufgeführt, man muss eben wissen, dass sowas bei der PL1 auftreten kann, und eben noch wahrscheinlicher als bei den anderen PEN-Kameras.
Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg bei Deinen Bemühungen mit Adobe, und ich finde es richtig, dass Du denen damit auf die Pelle rückst!
Beste Grüße
Leo
Ich habe seit kurzem auch die E-PL1. Bisher ist mir negativ aufgefallen, dass die Tasten teilweise etwas spät reagieren. Man muss teilweise 2x drücken, damit die Bildwiedergabe endlich kommt.
ReplyDeleteAnsonsten musste ich mich in der Bedienung ziemlich umgewöhnen. Das hat Canon z.B. bei der G10 besser gelöst. Das sind zwar Kleinigkeiten, die einen beim Fotografieren aber erstmal nerven. Als Beispiel: wenn ich bei der Wiedergabe die Vergrößern-Taste gedrückt lasse, könnte das Bild sich weiter vergrößern. So muss ich mehrmals drücken, damit es größer wird.
Fazit für mich: von der Bildqualität bin ich aber begeistert! Olympus müsste noch etwas an der Bedienung feilen und die Kamera schneller machen in der Bedienung und im Autofokus ...
Hallo, Ole,
ReplyDeleteDeine Beobachtung mit der Reaktion der Tasten stimmt nur zum Teil. Die Tasten reagieren alle sofort und ohne Verzögerung. Die Ursache für Deine Beobachtung, dass die Wiedergabe-Taste nicht immer sofort reagiert, liegt einfach daran, dass dann das Bild noch nicht komplett abgespeichert ist. Beobachte einfach mal das kleine blinkende rote Symbol, das nach dem Auslösen links oben im Display erscheint. Während es noch blinkt, wird gerade das Foto auf die Speicherkarte geschrieben. Das dauert je nach Bildinhalt kürzer oder länger. Erst am Ende des Speichervorgangs funktioniert die Bildansicht.
Wie gesagt: Das hat also nichts mit den Tasten zu tun, sondern kommt eben in dieser Situation mal vor. Das haben andere Kameras übrigens auch. Allerdings gebe ich Dir vollkommen Recht, dass mich das auch schon gestört hat, und ich würde es mir natürlich anders wünschen, das habe ich in meinem Test vergessen zu erwähnen. Danke, dass Du mich daran erinnert hast!
Zu Deiner Kritik der Bedienung: Was Du bedenken musst, ist natürlich die Tatsache, dass Du Dich nun mal erst von Canon umgewöhnen musst. Ich selbst habe sehr lange mit Nikon (und auch mit Canon) fotografiert und hatte ja auch die Panasonic GF1. Bei Olympus ist die Bedienung einfach ANDERS, aber nicht unbedingt schlechter, finde ich. Alles Gewöhnungssache.
Für meinen Geschmack ist es übrigens nicht so tragisch, wenn ich zwei oder dreimal drücken muss, um ins Foto zu zoomen, aber was ich mir viel mehr wünschen würde, wäre, dass die Kamera bei der Vergrößerung automatisch auf den Fokuspunkt heranzoomt, den ich bei dieser Aufnahme gewählt hatte, und nicht einfach immer auf die Bildmitte!
Mensch, jetzt hast Du mich schon an zwei Dinge erinnert, die ich eigentlich noch nachschieben könnte als Kritikpunkte... Danke!
Sieht wohl so aus, dass ich auch noch einen Teil 2a machen muss ;-)
Beste Grüße
Leo
Hallo Leo,
ReplyDeleteja bei Olympus ist es alles etwas anders. Da musste ich mich doch schon ein wenig umgewöhnen ;-)
Zu den Tasten: ich habs mal beobachtet, es geht wirklich erst, wenn das Bild weggeschrieben ist ;-) Bei nur JPG gehts wahrscheinlich schneller... Ich bin eh am überlegen, ob sich RAW noch lohnt, bei den guten JPGs. Ich will ja nicht ewig vorm Rechner sitzen und für die wichtigen Sachen nehme ich ja eh meine 5D ...
Hallo, Ole,
ReplyDeletesoso, für die wichtigen Sachen nimmst Du Deine 5D ;-)
Welche Objektive hast Du denn an der 5D und wie siehst Du die Bildqualität im Vergleich zur PL1?
Wenn Du magst, kannst Du ja mal einen kleinen Vergleich schreiben.
Beste Grüße
Leo
Hallo Leo,
ReplyDeletedas sollte kein Prahlen sein ... ;-) Ein Vergleich wäre mal ganz gut, das stimmt. Ich hab sie vorhin kurz mal mit der G10 und der LX3 verglichen: die LX3 verliert ganz klar, die G10 kann auflösungsmäßig mithalten, hat aber nicht diese, wie soll ich es am besten nennen, "Klarheit" der Farben und Konturen ...
An der 5D habe einiges an Linsen: 16-35/2.8L II, 24-70/2.8L, 70-200/2.8L, 100/2.8 Makro und das 50/1.4. Das hat natürlich etwas mit dem Beruf zu tun ;-) In der letzten Zeit bin ich "privat" nur noch mit dem 50er umhergerannt. Das erhoffe ich mir jetzt mit der Pen und dem 20er Keks von Panasonic ...
Vielleicht komme ich am WE mal zum Vergleichen.
Viele Grüße,
Ole
Hallo Leo,
ReplyDeleteNachdem meine letzten Zweifel durch die für mich nicht wirklich relevanten Nachteile der E-PL1 ausgeräumt wurden hab ich nun also zugeschlagen und bin jetzt stolzer Besitzer des Standard E-PL1 Kits inkl. orig. Zusatzakku und 16GB Speicherkarte von Transcend (Class 10).
Für den Start ist das mal ganz ordentlich, denke ich. Mal schauen wie lange ich warte um mir noch das Panasonic Pancake zu holen. ;)
Jetzt hätte ich noch eine Frage:
Thema Schutz- oder UV-Filter. Was würdest Du aus Deiner Sicht empfehlen. Das "Fensterglas" oder UV und dann natürlich, welchen Hersteller? Original Olympus, B+W? Was nutzt Du denn?
Grüße,
Christian
Hallo, Christian,
ReplyDeletefür mein 14-42mm Kit-Objektiv habe ich keinen Filter. Meiner Meinung nach lohnt das nicht, da das Objektiv nicht sehr wertvoll ist, und Schutzfilter außerdem die Bildqualität stark beeinträchtigen können.
Darum mein Rat: Falls Du einen Schutzfilter kaufst, dann nur die beste mehrfachvergütete Qualität z.B. von Hoya! Und das kostet dann natürlich, Preise von 40 Euro oder mehr sind dann normal.
Ich habe selbst nur zwei Schutzfilter, einen für mein Panasonic Pancake 20mm/F1.7, das ist ein Nikon NC, den habe ich quasi kostenfrei dazu geschenkt bekommen. Der andere Schutzfilter ist vor meinem Panasonic-Leica 14-150mm Objektiv, das mich über 1000 Euro gekostet hat, darum bekam es einen Hoya Pro1 Digital MC Protector spendiert, der mich damals fast 50 Euro zusätzlich gekostet hat (heute bekommt man ihn für ca. 40 Euro).
Alle meine anderen Objektive haben keinen Filter. Mittlerweile überlege ich sogar, auch die beiden genannten Filter zu entfernen, da man bei Gegenlichtaufnahmen mit Filter oft unschöne Reflexe bekommt!
Ach ja, vergiß aber nicht, dass ich persönlich alle meine Gerätschaften in einer Fotoversicherung habe, sodass ich im zweifelsfall bei einer Beschädigung der Frontlinse nicht völlig blöd dastehe.
Außerdem war der Filter vor dem 14-150mm besonders für Namibia wichtig, da ich den Staub dort nicht immer direkt auf der Frontlinse abwischen wollte, da sonst auf die Dauer Putzspuren entstehen können. Aber das war eben etwas extrem in Namibia, da muss man teilweise alle paar Minuten putzen...
Fazit: Unter Normalbedingungen sind Schutzfilter nicht nötig, sondern oft sogar schädlich für die Bildqualität. Wenn, dann gute und teure Filter, aber das lohnt sich nicht bei einfachen Objektiven. Besser zum ähnlichen Preis von ein paar Euro pro Monat eine gute Fotoversicherung abschließen! (Ich kann die Versicherung aus dem DSLR-Forum empfehlen.)
Noch ein Punkt: Bei manchen Objektiven schützt auch die aufgesetzte Sonnenblende, falls man eine hat.
Tja, mir ist (toi toi toi!) bisher noch keine Linse kaputt gegangen, und ich war schon viel unterwegs!
Ich hoffe, ich konnte helfen,
beste Grüße
Leo