Wednesday, May 5, 2010

Test: Olympus PEN E-PL1 (Teil1a)

"Halt, Schtopp!", Deutschand 2010

Beim ersten Teil meines Reviews der Olympus PEN E-PL1, den ich gestern gepostet habe, fehlen natürlich noch einige positive Eigenschaften der Kamera. Wahrscheinlich habe ich sie einfach vergessen, weil mir die Kamera soviel Spaß macht und mir Ihre Benutzung so selbstverständlich geworden ist, dass ich über manche schöne Dinge gar keinen Gedanken mehr verliere! So ist das ja leider allzu oft: Wir halten uns sowieso meist mehr mit den negativen Dingen auf, die uns stören, anstatt uns die gelungenen Aspekte vor Augen zu halten und uns zu freuen.

Teil 1a: Some more good things about the Olympus PEN E-PL1
oder: Die Lobeshymne hat noch eine weitere Strophe

Bei der Beschreibung der praktischen Handhabung der PL1 habe ich noch das tolle Schnell-Menü vergessen, das man mit einem Tastendruck über "OK" aufrufen kann. Das bin ich so sehr gewohnt von meinen Olympus-Kameras, dass ich es mittlerweile fast blind benutze. Sicher, auch andere Apparate haben ein gutes Quick-Menü oder sogar eigene Tasten für manche Einstellungen, aber das ist ja kein Grund, es hier nicht als positiv für die PL1 aufzuführen. Weil ich außerdem immer wieder verschiedene Kameras benutze, habe ich es zu schätzen gelernt, dass ich mir keine Tastenpositionen merken muss, sondern immer bei Olympus einfach auf OK drücke, und dann eine kurze Übersicht über alle wichtigen Einstellungen bekomme, in der ich dann Veränderungen vornehmen kann, wie ich will. Das tiefergehende Haupt-Einstellungsmenü (das bei Olympus für meinen Geschmack auch sehr gut gelöst ist) brauche ich so gut wie nie, nachdem ich nach dem Kamera-Kauf einmal die Grundeinstellungen vorgenommen habe, wie z.B. Fokuspriorität oder die Grenzen von Auto-ISO usw.

Auch beim Zubehör habe ich etwas vergessen: Den optional erhältlichen elektronischen Aufstecksucher. Er ist für alle diejenigen gedacht, die lieber die Kamera beim Fotografieren direkt am Auge haben und die "Monstranz-Haltung" mit Blick auf den rückwärtigen Bildschirm lieber den Allerwelts-Touri-Knipsern überlassen... Der Sucher funktioniert übrigens einwandfrei und läßt wenig zu wünschen übrig, er ist ausreichend groß und hell und auch nicht zu klobig. Ich persönlich verzichte jedoch gerne mal auf ihn, da er die Kamera dann eben doch wieder größer macht, und mir außerdem der gute Kamerabildschirm bisher fast immer gereicht hat. Wenn man die Kamera nicht direkt vor sein Gesicht hält, sondern über den Bildschirm "aus der Hüfte" Fotos schießt, ist man häufig sehr viel unauffälliger und kann authentische Bilder machen, ohne seine Motive auf die Kamera aufmerksam zu machen und so den Moment zu zerstören. Überhaupt ist die PL1 wegen ihrer geringen Größe sehr sehr dezent und manchmal hat es ja auch Vorteile, dass man mit dieser kleinen vermeintlichen Knips-Kiste unterschätzt wird. Man stelle sich nur im Gegensatz dazu die einschüchternde Masse einer herkömmlichen "großen" DSLR vor, am besten noch mit einem fetten Zoom, und das ganze Ungetüm befindet sich dann vor dem Gesicht des Fotografen und zielt wie eine Waffe auf sein Opfer - nein, danke!
Eine weitere Funktion der PL1, die ich sehr schätze, ist das kleine grüne Fokusfeld, das man (fast) frei auf dem Bildausschnitt verschieben kann. Auch seine Größe läßt sich einstellen, sodass man z.B. relativ schnell genau auf das Auge einer portraitierten Person scharf stellen kann, ohne Sorge zu haben, dass der AF doch die Nase oder das Ohr oder sonst irgend etwas vor oder hinter der Person erwischt hat. Man drückt auf der Rückseite der PL1 einfach auf die Taste mit der Lupe, und ein grünes Rechteck erscheint auf dem Bildschirm. Mit den Pfeiltasten, die sich um die OK-Taste befinden, kann man nun dieses Rechteck auf dem Bildausschnitt verschieben, und es wird dort scharf gestellt, wo es sich befindet. Wenn man dieses Fokusrechteck noch verkleinern will, um die Präzision weiter zu steigern, drückt man einfach noch einmal die Taste mit der Lupe, sieht dann den Ausschnitt vergrößert, und kann nun über die Info-Taste den Vergrößerungsfaktor einstellen. Das habe ich exakt einmal gemacht und ihn auf den maximalen Wert 14-fach gesetzt. Nun wechsele ich im Alltagsbetrieb nur noch mit der Lupe-Taste zum frei verschiebbaren kleinen grünen Rechteck, und falls nötig, mit der OK-Taste wieder zurück zum Normalbetrieb. Wie schon im ersten Teil gesagt: Wenn man so etwas in Worten beschreibt, hört es sich viel komplizierter an als es im realen Betrieb ist. Ich finde es sehr gut gelöst, komme gut damit zurecht, und freue mich, dass ich das Fokusfeld so schön fein einstellen kann, weil ich dann wirklich die volle Kontrolle darüber habe, was genau von der Kamera scharf gestellt wird. Und das macht beim Freistellen des Motivs mit dem Panasonic 20mm/F1.7 bei Offenblende richtig Spaß.

So, ich glaube, das war es nun wirklich erstmal mit den vielen positiven Aspekten der Olympus PEN E-PL1. Bei weitem nicht alle, aber einige dieser Pluspunkte treffen vielleicht auch auf andere Kameras zu, z.B. die Panasonic GF1. Bitte bedenkt aber, dass es hier zunächst nicht darum geht, die beiden Kameras direkt zu vergleichen, das mache ich erst am Schluss, im letzten Teil meines Reviews der PL1. Und bitte bedenkt auch, dass es ja trotzdem Pluspunkte der PL1 sind, das ändert sich ja nicht dadurch, dass einige davon auch bei anderen Kameras anzutreffen sind! Und ich bleibe dabei: Die PL1 ist nicht perfekt, aber in dieser speziellen Kombination von vielen gelungenen Eigenschaften ist sie für mich persönlich bisher einzigartig. Aber sie ist tatsächlich nicht völlig perfekt, und das werden wir uns im nächsten Teil dieses Testberichts anschauen, wenn es um die negativen Kritikpunkte gehen wird.

I'd like to say it one more time: I love this little PL1 and the pictures I take with it. But stay tuned for the dark side of it...

16 Comments... ->:

  1. Hi! Finde deinen Bericht und die Beschreibung der Funktionen prima.Bin selbst momentan "Kamera-schwanger" mit der E-PL1, bis mir allerdings die Lumix G2 , die demnächst erscheint, untergekommen ist und die mir doch noch bessere Features zu haben scheint, wie den integr.Sucher,den klappbaren Monitor , mit dem man sogar per Touch fokussieren und auslösen kann.Warte also noch ab. Ein Vergleich der beiden Kameras wäre sehr interessant. Geplant ?

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  2. Danke für das Lob! Mal sehen, ob ich die G2 irgendwie in die Finger kriege, dann könnten wir einen Vergleich machen.
    Gruß,
    Leo

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  3. Hallo wie sieht es eigentlich mit der Wertigkeit der Kamera aus, das Rückteil soll ja Billigplaste sein ?!

    Peter

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  4. Hallo, Peter,
    das Rückteil ist Plastik, aber stabiles und sauber verarbeitetes Plastik. "Billigplaste" wäre völlig übertrieben. Es ist zwar nicht ganz so elegant wie das Rückteil der Panasonic GF1, aber es ist vollkommen in Ordnung, die Tasten sind groß genug und gut erreichbar und haben einen klaren Druckpunkt. An der Kamera knarzt nichts, es gibt keine Spalten oder schlechte Verarbeitung. Schlicht und funktional und total stabil. Es ist eine Kamera zum Benutzen und nicht zum Anschauen für die Vitrine, würde ich sagen. Meiner Meinung nach übertreiben einige Testberichte etwas! Mach Dir nicht zuviel Sorgen darüber, denn die Kamera macht schöne Fotos und hält was aus. Nur einen Designpreis gewinnt sie nicht, aber das erwartet doch auch keiner, oder?
    Beste Grüße
    Leo

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  5. Dankeschön für die schnelle Antwort, Ende der Woche kann ich sie testen, ein befreundeter Fotohändler stellt sie zur Verfügung.
    Die Resultate der höheren Iso der GF1 hatten mich sehr ins Zweifeln gebracht, da bin ich schon sehr auf die PL-1 gespannt.

    Peter

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  6. Hallo, Peter,
    ja, die GF1 ist im höheren ISO-Bereich wirklich nicht so gut wie die PL1. Das werde ich im letzten Teil meines Tests noch zeigen, wenn ich die beiden Kameras direkt vergleiche (also in den nächsten paar Tagen).
    Melde Dich doch mal, wenn Du die PL1 dann mal selbst in der Hand hattest, und berichte mir, wie sie Dir gefallen hat, das würde mich sehr interessieren.
    Bis dann,
    beste Grüße
    Leo

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  7. Hallo Leo,

    Ich verfolge derzeit mit großem Interesse Deine Berichte zur Olympus E-PL1.
    Zu aller erst einmal ein großes Kompliment. Mir wurden dadurch schon viele offene Fragen beantwortet! Danke dafür!

    Da ich noch am überlegen bin welche Kamera ich mir persönlich zulegen soll eine kurze, zusätzliche Frage:
    Bei der PL1 ist in den Standardkits der optional erhältliche elektr. Sucher nicht enthalten. Dabei liegen diese im Moment so bei ca. 500 EUR.
    Die P2 dagegen kostet in einem vergleichbaren Paket 750 EUR. Dabei ist aber der schon erwähnte elektr. Sucher bereits enthalten. Natürlich fehlt ihr im Vergleich zur PL1 der integrierte Blitz.
    Nun bin ich am Abwägen der Vor- und Nachteile dieser Konstellation.
    Würde ich mir nach kurzer Zeit zur PL1 den elektr. Sucher holen, der einzeln bei um die 200 EUR liegt, bin ich fast beim Preis der P2.
    Natürlich mit Blitz, was sicher nicht zu unterschätzen ist.
    Wie würdest Du das ganze bewerten?

    Dazu noch eine Dumme Frage weil ich mich mit den Adaptern und den neuen Formaten noch nicht so gut auskenne:
    Um das Panasonic Pancake an die Olympus mFT's anzuschließen, welchen Adapter brauche ich dafür denn? Oder sind die auch ohne Kompatibel, sprich nutzen den selben Standard?
    Das ging für mich bisher aus Deinen Ausführungen leider nicht eindeutig hervor.

    Vielen Danke und beste Grüße,
    Christian

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  8. Hallo, Christian,
    zuerst mal danke für Dein Lob. Ich werde versuchen, Deine offenen Fragen zu beantworten.
    Die Frage nach dem Adapter ist einfach zu lösen: Du brauchst keinen! Jedenfalls nicht für mFT-Objektive, denn alle mFT-Objektive (egal ob Olympus oder Panasonic) passen ohne Adapter an die mFT Kameras. Ich finde die Frage übrigens gar nicht abwegig, aber ich selbst bin schon so tief in dem Thema drin, dass ich gar nicht mehr daran gedacht hatte, dass ich das klarstellen sollte.
    Wofür Du allerdings einen Adapter bräuchtest, das wäre, wenn Du FT-Objektive an eine mFT-Kamera anschließen möchtest. Falls Du dazu noch weitere Fragen hast, dann stell sie ruhig.

    Deine zweite Frage bezüglich der P2 ist wirklich kniffliger. Die P2 sieht natürlich schöner aus und hat folgende Vorteile gegenüber der PL1:
    + Einstellrad (vermisse ich nicht)
    + mehr Knöpfe zum Direkt-Einstellen (vermisse ich wegen des Menüs über die OK-Taste nicht)
    + etwas besserer Bildstabilisator (angeblich eine Stufe besser)
    + Orientierungssensor (bei der PL1 muss man später am Computer die Bilder drehen, das ist 1 Klick)
    + etwas größerer Bildschirm
    + 1/180 Blitzsynchronzeit (statt 1/160 bei PL1)
    + 1/4000 kürzeste Verschlusszeit (statt 1/2000 bei PL1)
    + ISO 6400 möglich
    + Stereoton Audioaufnahme (PL1 hat nur Mono-Ton)
    + Eingebaute virtuelle Wasserwaage
    + fernbedienbar mit optionaler Infrarot-Fernbedienung.

    Die PL1 hat folgende Vorteile gegenüber der P2:
    + Schärfere Bilder wegen des dünneren Filters auf dem Chip
    + Eingebauter Blitz
    + Separater Video-Aufnahmeknopf
    + Bessere Live-View Vergrößerung, bis zu 14-fach
    + nochmal 40g leichter bei fast identischer Größe.

    Tja, ich hoffe, diese Aufstellung hilft Dir bei Deiner Entscheidung...
    Falls Du noch Argumente gegen die PL1 brauchst, ich poste den nächsten Teil meines Berichtes über die PL1 in den nächsten 1-2 Tagen, vielleicht schon heute Abend.

    Abschließend meine persönliche Meinung, vielleicht hilft Dir das: Der Aufstecksucher wird häufig überschätzt. Ich habe mich schnell daran gewöhnt, ohne ihn zu fotografieren, der Bildschirm der PL1 reicht dazu völlig aus. Ich nehme ihn kaum mehr mit, weil dadurch eben die Kamera auch wieder deutlich größer wird! Die ideale Kombination, die man immer einfach mal so in die Jackentasche stecken kann, ist die PL1 mit dem Panasonic Pancake, finde ich.

    Mein Rat also wäre so:
    Kauf Dir zunächst das PL1-Kit für ca. 500,- Euro. Sobald noch etwas Geld übrig ist, Holst Du Dir das Panasonic Pancake für ca. 380,- Euro hinzu. (Vielleicht auch gebraucht günstiger.)
    Das Kitobjektiv kannst Du dann vielleicht sogar verkaufen und bekommst dafür vielleicht noch 120,- bis 150,- Euro. Und wahrscheinlich hast Du dann schon soviel Spaß mit der PL1 gehabt, dass Du den Sucher gar nicht vermisst hast!

    Und falls Du Dir dann doch noch den Sucher kaufst, lohnt es sich auch nicht, über den vermeintlich so geringen Aufpreis zur P2 zu ärgern, finde ich. Die Frage wäre eher, ob eine der Kameras ein Feature hat, was Du unverzichtbar findest. Dafür solltest Du Dich dann entscheiden und danach nicht mehr hadern.
    You know: "Take photos. Keep it simple."

    Uff, lange Antwort, ich hoffe, ich konnte helfen...

    Beste Grüße,
    Leo

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  9. Hallo Leo,

    Super, vielen Dank!
    Zum einen für die schnelle Antwort, zum anderen für die detailierten Ausführungen.
    Da ich seit analog Zeiten nicht mehr mit einer Systemkamera fotographiert habe, nur mit meiner guten alten Olympus Z-50 bei der ich ähnliche manuelle Einstellmöglichkeiten hatte wie bei der PL1, werde ich die Einstellräder wohl auch nicht vermissen. Daher zählt für mich vor allem die Größe der Kamera und die Bildqualität.
    Die Vorteile die Du für die P2 aufgeführt hast sind zwar interessant, aber für mich nicht ausschlaggebend.

    Deshalb entspricht wohl Deine Empfehlung genau meinen Ansprüchen.

    Vielen Dank,
    Christian

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  10. Alles dran, super Kamera, super Objektive, super Bildquali, Stabi eingebaut, Klasse Design. Was fehlt ist das Klappdisplay. Wer einmal damit gearbeitet hat (z.B. Makro) wird das immer vermissen.

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  11. Hallo, H.-J.,
    Du hast Recht, das Klappdisplay wäre das I-Tüpfelchen für die PL1. Bald kommt ja meine ausführliche negative Kritik, da steht genau dieser Punkt dann auch drin. Ich vermute, dass Olympus dann bei einer der folgenden PEN-Modelle nachliefert, schließlich wollen sie uns ja auch nach der PL1 noch Kaufanreize für die nächste Kameras bieten ;-)
    Beste Grüße,
    Leo

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  12. Hallo Leo,

    Ich warte schon sehensüchtig auf die Fortsetzung Deines Berichtes über die E-PL1.
    Wann isses denn soweit?! ;)

    Beste Grüße,
    Christian

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  13. Hallo, Christian,
    ziemlich sicher wird es morgen den 2. Teil des Reviews über die PL1 geben.
    Sorry, dass ich Dich so lange auf die Folter spanne... Aber am Wochenende war ich mal wieder verreist und habe Fotos gemacht anstatt zu schreiben.
    Beste Grüße
    Leo

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  14. Hallo Leo,

    erst mal vielen Dank für diesen tollen Bericht. Meiner Meinung nach gibt es viel zu wenig persönliche Tests wie diesen hier.

    Ich stehe auch kurz vor dem Kauf der PL1 und hätte abschließend noch ein paar Fragen.

    Ich besitze eine Class 6 SDHC Karte die ich gerne mit der PL1 nutzen würde. Ich würde außerdem gerne von der Möglichkeit Gebrauch machen sowohl RAW als auch JPEG parallel speichern zu lassen. Reicht eine Class 6 Karte dafür aus?

    Da ich noch relativ weit am Anfang meiner „Fotokarriere“ stehe würde ich die PL1 zunächst im iAUTO-Modus laufen lassen. Ist dieser Modus brauchbar? Du schreibst an einigen Stellen, dass du gewisse Grundeinstellungen vorgenommen hast, vielleicht kannst du das näher erläutern bzw. mir einen Tipp geben wo ich mich weiter in das Thema einlesen kann. Sicherlich hat das viel mit Erfahrungswerten zu tun, jedoch gibt es vielleicht einige sinnvolle Grundeinstellungen die man auf jeden Fall vornehmen sollte?

    Viele Grüße

    Maximilian

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  15. Hallo, Maximilian,
    ich persönlich habe eine Class 6 SDHC von Transcend, und mit der habe ich keinerlei Probleme in der PL1. Grundsätzlich dürfte eigentlich jede Class 6 Karte völlig ausreichen und schnell genug sein.
    Deine Idee, mit dem iAuto Modus anzufangen, halte ich für sehr gut. Damit kannst erstmal nicht sehr viel falsch machen und bekommst gute Bilder. Mit der Zeit wirst Du sicher merken, dass Du noch mehr Einfluss auf das Bildergebnis haben möchtest, dann informierst Du Dich weiter. Bis dahin werde ich dann auch hoffentlich bald mal meinen geplanten Artikel zu den sinnvollen Grundeinstellungen der PL1 online haben!
    Erstens lohnt es sich auf jeden Fall, die Anleitung der PL1 sehr aufmerksam zu lesen, sie gibt auch viele Hinweise. Falls Du einige Einstellungen in den Menüs nicht verstehst, dann lass sie erstmal auf dem Standardwert, Olympus gibt meist recht gute Standardeinstellungen vor.
    Zweitens solltest Du dann ganz viel Fotos machen und ausprobieren, wie sich die ganzen Einstellungen auf Deine Fotos auswirken. Dafür nehme ich mir immer mehrere Tage Zeit, wenn ich eine Kamera ganz neu habe, und einem Anfänger wie Dir würde ich sagen: Lass Dir Zeit, Du wirst wahrscheinlich noch Wochen oder Monate später noch etwas Neues finden, was Deine Kamera kann und Dir noch gar nicht klar war. Also: Fotos machen und noch mehr Fotos machen und dann versuchen zu sehen, was Du besser machen könntest. Das ist ein Prozess, der bei mir Seit Jahren anhält und immer noch spannend ist...
    Drittens gibt es auch im Internet noch andere Anlaufstellen, die markenunabhängig die Grundlagen vermitteln, so z.B. der Fotolehrgang auf http://www.striewisch-fotodesign.de/lehrgang/lehrg.htm
    Viertens ist es natürlich immer am schönsten, wenn man auch mal persönlich jemanden fragen kann, also vielleicht findest Du ja in Deinem Bekanntenkreis einen Fotokundigen, fragen kostet ja nichts. Außerdem gibt es in vielen Orten auch gute VHS-Kurse oder ähnliches.
    So, das wars erstmal, aus dieser langen Antwort kann ich schon fast wieder einen neuen Blogpost machen ;-)
    Viel Spaß mit der Kamera und melde Dich dann mal wie es so läuft. Ich versuche mal, möglichst bald meine Tipps zu den Einstellungen zu posten.
    Beste Grüße
    Leo

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  16. An Maximilian,
    nix da im iAUTO Modus laufen lassen ,-), die Kamera hat meiner Meinung nach gute Motiveinstellungen (scn-Modus), wenn´s mal schnell gehen soll. Bei schlechterem Licht habe ich im iModus keine besonderen Bilder zusammengebracht. Ansonsten auf P bis M gedreht. Bspw. Wasserfall aufsuchen und im M Modus mit unterschiedlichen Zeiten experimentieren. Vom stehenden Wassertopfen bis zum Schleiherwasserfall alles möglich. Das letzte Formel 1 Rennen habe ich mit der PL1 vor dem Fernseher verbracht und probiert die Flitzer scharf zu kriegen, auch das geht. Für die Grundinfo und Grundeinstellung der Kamera habe ich mir das Buch vom Franzisverlag "Profibuch Olympus E-P1, P,2 EPL1" von Richard Wagner gekauft. Läßt fast keine Fragen mehr zur PEN offen. Habe eine SDHC Class 4 Speicher, auch diese funktioniert bei Fotos und Film einwandfrei.
    Sonnige Grüße Josef
    (Ebenfalls Anfänger)

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